Lebensraum & Naturraum

„Den Erhalt unseres einzigartigen Natur-, Erholungs- und Tourismusraumes durch sorgsamen Umgang im Besonderen mit unseren einzigartigen Naturjuwelen unter Beachtung nationaler und internationaler Schutzgebiete aller Kategorien sowie der entsprechenden nationalen und internationalen Verpflichtungen vor allem auf der Grundlage der völkerrechtlichen Verpflichtungen aus den Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention.“

Liebe Damen und Herren,
auf dieser Grundlage wollen wir uns in den nächsten Jahren einmischen, wollen gestalten und auch verantworten, weil wir uns diesen Standpunkt im Statut gegeben haben, dem wir uns alle verpflichten.

Unser Bundesland braucht allein auf Grund seiner einzigartigen Topographie mit unserem dichtest besiedelten und bewirtschafteten Zentralraum von Kufstein bis Landeck und seinen engen Seitentälern mehr als einfache Rahmenbedingungen:

Ein Land, welches nur über 11,9 % der gesamten Landesfläche besiedel- und bewirtschaftbar ist (wovon ohnedies bereits die Hälfte verbaut ist), braucht einen ganz anderen Umgang mit den Ressourcen, um auch den nächsten Generationen ihre Freiräume zu erhalten.

Da müssen sich auch sogenannte „Freiheiten“, die in Flachländern durchaus vertretbar sind, diesem besonderen und begrenzten Raum unterordnen. Sie müssen auf ein Maß begrenzt werden, welches diesen Lebens- und Naturraum „immerwährend blühen“ und nicht vertrocknen lässt – wir haben ihn nur einmal.

Daher sind wir gestählt in den Auseinandersetzungen rund um eine Reihe unserer Naturjuwele wie beispielsweise dem Obernbergersee, den Kalkkögeln – unseren „Nordtiroler Dolomiten“ – unseren einzigartigen Gebirgsbächen, unseren Gletschern als Wasserreservoir, unserem Nationalpark Hohe Tauern, unseren Ruhe- und Schutzgebieten. Sie bilden unsere Existenzgrundlage, sie bilden unsere Erholungsräume, wenn wir uns an Wochenenden von der Arbeit erholen und sie bilden auch die finanzielle Grundlage, um unseren Gästen aus aller Welt „g’sunde Luft, g’sundes Wasser, g’sunde Lebensmittel aus einem g’sunden Boden“ anzubieten.

Auch wir als einheimische Bevölkerung können unsere Leistungen nur in diesem „g’sunden Umfeld“ erbringen und daher sind wir gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die „Schutz der Natur“ auf der einen und „Nutzen der Natur“ auf der anderen Seite in Einklang bringen und kurzfristigen Raubbau ausschließen.

Das ist unser Weg, den wir als GURGISER & Team vorschlagen und umsetzen werden – sind doch im engsten Umfeld eine Reihe von Konrad Lorenz Staatspreisträgern sowie langjährig erprobte engagierte Personen zu finden, die sich seit Jahren und Jahrzehnten in diesem Bereich nicht nur mit größtem Einsatz engagieren, sondern auch auf zahlreiche Erfolge verweisen können und die uns in allen Fragen beratend und helfend zur Seite stehen. Die Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention werden uns dabei als eine der wesentlichen Grundlagen dienen.

Wir schließen diese Ausführungen mit einem Zitat eines Menschen, der uns allen in diesem Thema sehr verbunden ist:

„Wir müssen in Tirol mit der Natur Maß halten, damit wir nicht auf einen Verlust der Seele des Landes zusteuern. Wenn wir die Natur verachten, sägen wir unseren eigenen Ast ab“ (Altbischof Reinhold Stecher in der Tiroler Tageszeitung vom 18.12.2006 unter dem Titel „Mit gutem Gewissen 85 Jahre jung“.)

Das Murmele schaut auf uns, dass wir nicht von dem Weg abkommen, den wir allen am 28. April 2013 versprechen, die uns ein sehr wichtiges Gut schenken.

Ihr Vertrauen, damit wir auf das „Land Tirol so aufpassen“, wie das Murmele auf seine Familie.

 

Für unser Team:
Fritz Gurgiser
Konrad Lorenz-Staatspreisträger für Natur- und Umweltschutz
Großer Binding Preisträger für Natur- und Umweltschutz